In der slowakischen Hauptstadt Bratislava ist im Internationalen Museum für Kunst für Kinder, kurz: BIBIANA genannt, seit Ende März für ein Jahr lang eine interaktive Ausstellung zur Donau zu sehen. Von der Quelle bis zum Delta können Kinder und Jugendliche auf einer symbolischen Reise – inspiriert von den Romanen von Jules Verne und Hans Christian Andersen – die Donau bereisen und Flora und Fauna des Flusses kennen lernen und sich auf spielerische Weise Wissenswertes aus Wissenschaft, Geographie, Geschichte, Politik, Kultur und Kulinarik aneignen.
Im Raum der Sonderausstellung präsentieren sich die Donau-Anrainerländer. Die deutsche Botschaft Pressburg freute sich sehr, dazu die Stadt Donaueschingen gewonnen zu haben. Aus dem eingesandten Material: dem deutsch-ungarischen Kinderbuch „Der kleine Fisch und die Reise entlang der Donau“ von Marina Sigl und der Märchenwanderkiste von Martina Wiemer ließen sich Schülerinnen und Schüler der bilingualen Gymnasien Bratislava, Nové Zámky und Nitra zu eigenen Arbeiten anregen. Unter Anleitung von Karin Schädlich, Fachschaftsberaterin für Deutsch in Bratislava und Kuratorin des Raums, entstanden in verschiedenen Techniken gestaltete Bilder, Fotowände, dreidimensionale Unterwasserlandschaften und Gedichte.
Ein farbenfroher Fisch inmitten von schillernden Bläschen begrüßt alle kleinen und großen Besucher, die sich im Raum nach Herzenslust künstlerisch verwirklichen und ihre individuellen Interpretationen vom Fischlein und der Donaukönigin anfertigen können. Diejenigen, die ihre Arbeiten im Raum – an einer Pinnwand – hinterlassen, werden so Teil der Ausstellung.
Zur Eröffnung des Donaueschingen-Raums am 16. Juni waren Annie Bronner, Mitglied des Gemeinderates und Vorstandsmitglied der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, und Kulturamtsleiterin Kerstin Rüllke eigens angereist.
In seinem Grußwort lobte Kulturattaché Stefan Kruschke Idee und Konzeption der Donau-Ausstellung, die Menschen jeden Alters und jeder Nationalität ansprächen. Die Beschäftigung mit dem Fluss, den angrenzenden Ländern und deren bewegter Geschichte, trage dazu bei, sich für ein friedliches, demokratisches Miteinander einzusetzen.
Stadträtin Annie Bronner betonte die Verbindung Donaueschingens mit der Partnerstadt Vác, die darin bestehe, Kultur und Lebensweise der Menschen kennenzulernen und Bekanntschaften zu machen. Dafür seien die Schüleraustausche ein hervorragendes Fundament. Kulturchefin Kerstin Rüllke sagte, dass die Einladung für die Stadt eine große Ehre sei und sprach den Wunsch aus, dass „Ahoj Dunaj!“ für die große und kleinen Gäste Anregung sei, Länder und Städte entlang der Donau zu bereisen und Donaueschingen und dem neugestalteten Zusammenfluss von Brigach und Breg einen Besuch abzustatten.
Das Rahmenprogramm für die kleine Delegation bestand aus einer Stadtführung durch die historische Altstadt, einer Stippvisite auf die nahe Bratislava gelegene Burgruine Devín und einem Besuch im Karpatendeutschen Museum. Außerdem wurden Bronner und Rüllke in der Deutschen Botschaft von Kulturattaché Stefan Kruschke begrüßt. Der Besuch des Pisztory-Palais, das ein Museum für zeitgenössische Kunst und das kleinste Kino der Hauptstadt beherbergt und zudem Begegnungsort für Menschen aller Altersgruppen ist, und des Goethe-Instituts standen auch auf dem Programm.
Nach Ende der Ausstellung in Bratislava ist es geplant, die Schüler-Arbeiten in Donaueschingen auszustellen.