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Donaueschingen
Samstag, 14. Februar 2026
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Göttlicher Baum für Gottenheim: Das schöne Weindorf erhält eine Himalaya-Schönheit.

Parkschöpfer Werner Semmler übergibt Gottenheims Bürgermeister Christian Riesterer zwei Aesculuis indica (Bild: Gemeinde Gottenheim)

Weil viele Städte und Gemeinden immer die gleichen Bäume, nämlich vorwiegend Buchen, Eichen, Erlen, Eschen und Linden pflanzen, obwohl es einige tausend verschiedene Bäume gibt, wandte sich der Umkircher Parkschöpfer Werner Semmler an einige ausgewählte Bürgermeister des Landes.

Es waren Bürgermeister, von denen er glaubte, dass sie ein Herz für die Natur und ein Auge für die Vielfalt und Schönheit der Schöpfung haben. Semmler regt an, innerhalb der Städte und Gemeinden sollte nicht mehr allein (wie früher) der Holznutzen, sondern die Vielfalt und Schönheit der Schöpfung und das Landschaftsbild im Fokus stehen.

Parkschöpfer Werner Semmler: „Das Auge sieht mit uns durch unser Leben; Vielfalt und die bunten Farben der Natur bringen den Menschen mehr Freude am Sein, als negative Nachrichten“.

Semmler war es gelungen, aus dem Himalaja einen der schönsten Blüten-Bäume der Welt, die Aesculus indica, in seinem Queen-Auguste-Victoria-Park einzubürgern und von seinen drei erwachsenen Exemplaren jungen Nachwuchs zu ziehen.

Damit künftig alljährlich auch andere Menschen Freude an der Blüte dieses Prachtbaumes haben, bot er den ausgewählten Bürgermeistern an, ihnen junge Exemplare dieses Baumes zu schenken. Er forderte sie auf, statt immer der gleiche Masse, die besondere Klasse der Bäume zu fördern und die ganz seltene und außergewöhnliche Schönheit für künftige Generationen fortzupflanzen.

Gottenheims Bürgermeister Christian Riesterer nahm das Angebot sofort an. Am Donnerstag, dem 12. Mai 2016, holte er mit seinen Bauhof-Mitarbeitern zwei junge Bäumchen persönlich in Umkirch ab und ließ sie noch am gleichen Tag in Gottenheim einpflanzen (siehe Bild). Und so werden künftig die Gottenheimer und ihre Besucher alljährlich die wunderschöne Blüte dieses göttlichen Himalaya-Baumes bestaunen können. 

Wo ist  dieser Pracht-Baum für die Ewigkeit und für künftige Gernationen fortgepflanzt?

Bisher nahmen die Bürgermeister dieser Städte und Gemeinden und die Besitzer dieser Parks das ihnen gestiftete Baum-Geschenk an und geben somit die Vielfalt  und die besondere Schönheit der Natur an ihre Bürger, ihre Besucher und an künftige Generationen weiter.

Städte und Gemeinden

Volker Kieber, Bürgermeister der Stadt Bad Krozingen

Oliver Rein, Bürgermeister der Europa-Stadt Breisach

Christian Riesterer, Bürgermeister der Gemeinde Gottenheim

Helmut Mursa, Bürgermeister der Gemeinde March

Martin Obert, Bürgermeister der Gemeinde Ihringen

Dieter Schneckenburger, Bürgermeister der Gemeinde Bötzingen

Walter Laub, Bürgermeister der Gemeinde Umkirch

Benjamin Bohn, Bürgermeister der Stadt Vogtsburg

Parks und Gärten:

Roland Mack, Europa-Park Rust 

S.H. Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern ( 1 Exemplar Prinzengarten Sigmaringen/ 3 Exemplare Hohenzollern- Schlosspark Umkirch

Thies Knauf, Schloss Lilienhof, Ihringen

Wir werden über Pflanzungen und Standorte der Bäume noch berichten.

Artikel über den schönen Baum:

www.regionalia.de/himalaya-in-baden-indian-summer-mit-der-pavia-indica-blueten-baum-fand-baum-asyl-im-sonnigen-baden_A9320

www.regionalia.de/himalaya-zauber-bei-mack-baum-schoenheit-aesculus-indica-kommt-auf-die-buehne-im-europa-park_A10382

Text des Briefes von Semmler an die Bürgermeister


Himalaya in Baden:
Mit der Einbürgerung dieser grünen Baum-Schönheit bekommen Sie kein Problem.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

gewähren Sie einer Baum-Schönheit aus dem Himalaya Asyl? Martin Luther soll einmal gesagt haben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.

In der Eiszeit starben bei uns viele Bäume, die früher in Mitteleuropa einheimisch waren. Obwohl das Wunder der Schöpfung Artenvielfalt mit einigen tausend verschiedenen Bäumen zeugte, pflanzen viele Kommunen auch heute noch die immer gleiche Reduktion der „Big Five“: Buchen, Eichen, Erlen, Eschen und Linden. Die Natur kennt keine Grenzen von Menschen: Nur Menschen mit einem Faible für die atemberaubende Schönheit der Natur zeigen auch ihre grenzenlose Vielfalt.

Im Angesicht unserer Vergänglichkeit will ich Sie ermuntern, alsbald auch bei Ihnen einen der schönsten Blüten-Bäume der Welt zu pflanzen: Die „Aesculus indicia“. Es ist mir gelungen, sie vor vielen Jahren aus dem Himalaya einzuführen und sie in meinem Park zu vermehren. Ich will Ihnen ein junges Exemplar für Ihre Gemeinde schenken und hoffe, Sie finden einen besonderen Platz für diesen ganz außergewöhnlichen, seltenen und schönen Baum.

Ich füge einen Artikel über die indische Kastanie bei. Auch die britische „Royal Horticultural Society“ zeichnet sie als „Baum-Schönheit“ aus. Ich schenkte einige Exemplare für die Parks der Fürsten von Hohenzollern und auch Roland Mack vom Europapark. Dort erhielten sie sehr würdige Schauplätze.

Wenn wir - im Bewusstsein unserer Vergänglichkeit - dem Ende des Lebens entgegen sehen und zu den Molekülen des seit Milliarden Jahre zirkulierenden ewigen Lebens zurückkehren, aus denen wir entstanden sind, hinterlassen wir unsere Wissen, unsere Werke, die Erinnerung und unsere Schriften. Als Publizist war ich nie bequem und habe manchen Menschen bittere Wahrheiten gesagt. Ich war und bin davon überzeugt: Nur die Wahrheit wird uns wirklich frei machen. Meine Kritik hatte als Motiv stets die Liebe zur Wahrheit und zur Natur, zur Veränderung und zur Verbesserung von Menschen und Werten.

Hinterlassen werde ich mein geliebtes Werk, den „Queen-Auguste-Victoria-Park“ in Umkirch, in den ich Sie gerne zu einem Besuch einlade und den Sie sich auch virtuell anschauen können unter: www.queen-auguste-victoria-park.de

Erich Fromm schrieb in seinem Bestseller über die „Kunst des Liebens“, dass die echte Liebe aktiv und gebend, statt passiv und nehmend sei. Wenn wir wirklich liebten, liebten wir nicht nur uns selbst, nicht nur unsere Kinder, unsere Güter, unsere Werte und unsere Gärten, sondern auch andere Menschen, andere Kinder, andere Gärten und andere Werte.

Pflanzen und vermehren wir das außergewöhnliche und seltene Schöne für die nachkommenden Generationen fort. Ich würde mich freuen, wenn die junge „Aesculus indicia“ die nächsten hundert Jahre alljährlich viele Menschen bei Ihnen mit ihrer imposanten Blüte erfreuen würde. Man kann seine Freude auch in der Freude der Anderen finden und jeder sollte etwas für die Zukunft tun.

Mit herzlichen Grüßen
Werner Semmler"

Autor:  wese (Gottenheimer Nachrichten, Artikel-Nr. 10708 ISSN 2698-6949)

Angelegt am 13.05.2016 10:39.

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In Gottenheim gepflanzt: Die Aesculus indica - einer der schönsten Blüten-Bäume der Welt. (Bild: Gemeinde Gottenheim)  

Einer der schönsten blühenden Bäume der Welt: Die Aesculus indica. (Bild: Regionalia)  

Einer der schönsten blühenden Bäume der Welt: Die Aesculus indica. (Bild: Regionalia)  

Einer der schönsten blühenden Bäume der Welt: Die Aesculus indica. (Bild: Regionalia)  

Bürgermeister Volker Kieber nimmt das seltene Baumgeschenk für den Kurpark und den Stadtpark von Bad Krozingen in Empfang (Bild: Danielea Sandmann)  
 
 

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