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Donaueschingen
Mittwoch, 8. Juli 2026
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Amma mit „Strategie-Workshop Friedhof“ der Weiher GmbH für 13.750 Euro in Donaueschingen auf Sendung.

Amtsleiter Jochen Amma lässt Stadt Donaueschingen 13.750 Euro für ein 3-stündiges Workshop Friedhof zahlen! (Bild: Werner Semmler)

Jochen Amma, Amtsleiter der Donaueschinger Bauverwaltung und Sachgebietsleiter Friedhof in Personalunion, hat für 13.750 Euro die selbst ernannten „Friedhofsexperten“ der Weiher GmbH aus Freiburg zu einem gemeinsamen „Strategie-Workshop“ mit dem Oberbürgermeister, den Gemeinderäten, den Ortsvorstehern und mit Vertretern der Kirchen und des Bestattungsgewerbes am 2.7.2026 in die Donauhalle kommen lassen. Der Unternehmensinhaber und Geschäftsführer der Weiher GmbH, Stefan Lubowitzki, war mit seinen Netzwerkern, Verkäufern und Friedhofsplanern angereist, um den Anwesenden mit „verkäuferischen Engelszungen“ bessere Geschäfte mit dem Friedhof zu versprechen. Für wahre Menschenkenner war sofort klar, dass Lubowitzki, der auf vermeintlich großem Fuß im Breisgau lebt, kein neutraler Berater, sondern sein eigener Verkäufer ist. Vor allem ging es ihm darum, nach der Vereinnahmung seines Honorars von 13.750 Euro für seinen Workshop der Stadt Donaueschingen ein neues „Friedhofskonzept“ zu verkaufen, das ihm künftig noch viel mehr Einnahmen bescheren sollte. Als Referenzprojekt hatte er das neue Friedhofs-Konzept der Bodenseegemeinde Reichenau dabei. Am Ende kostete das Friedhofskonzept der Firma Weiher die Reichenau 66.000 Euro. Die Gemeinde Reichenau hat nur rund 5200 Einwohner und bei rund 60 Sterbefällen pro Jahr wird bei Umlegung dieser Kosten sofort klar, wer die Gewinner und wer die Verlierer dieses „geldschöpfenden Friedhofskonzeptes“ sind. Lubowitzki lässt auf seine Homepage die Süddeutsche Zeitung großartig wie folgt zitieren: „Das 1992 gegründete Unternehmen gilt als Vorreiter im modernen Friedhofsbau“. Die Weiher GmbH wurde aber erst 2008 gegründet und hat noch nie Friedhöfe selbst gebaut.

Mario Streib, der Hauptamtsleiter der Gemeinde Reichenau, der den Auftrag für Weiher eingefädelt hat, ist mit Weiher zufrieden. Was soll er hinterher auch anderes sagen, wenn die hohen Kosten schon angefallen und an Weiher bezahlt sind und wenn die Gebühren für die Angehörigen der Verstorbenen bereits erhöht wurden? Stefan Lubowitzki überlässt beim Verkaufen nichts dem Zufall und sein Credo ist vermeintlich „die Verwandlung von Blei in Gold“. Deswegen betreibt er auch ein sogenanntes „Empfehlungsmanagement“, bei dem städtische Amtsleiter ihn professionell und glaubwürdig bei anderen Amtsleitern, an die er sein Friedhofskonzept auch noch verkaufen will, empfehlen. Ob das letztlich zum Einheitsgeschmack à la Lubowitzki führt oder ob es noch schlaue Bürgermeister und Amtsleiter mit gesundem Menschenverstand gibt, die sich für Vielfalt mit ortskundigen Landschaftsplanern entscheiden und zur Kalkulation und Betriebsführung noch selbst in der Lage sind?

Regionalia, die kostenlose, werbefreie und gemeinnützige Deutsche Zeitung für freies Wissen und wahre Informationen, recherchiert nun, was die vielen betroffenen Städte und Gemeinden tatsächlich insgesamt für die „teuer verkaufte Expertise“ von Weiher bezahlt haben, und fragt, warum die Gemeindebediensteten die Arbeit nicht selbst gemacht haben, um diese immensen Kosten von Weiher zum Wohle ihrer Bürger zu einzusparen. Weiher verspricht bequemen Gemeinden "Gebühren strategisch zu optimieren" doch es ist mehr als zweifelhaft, ob die gewählten Gemeinderäte damit ihren Bürgern wirklich dienen. 

 

Lesen Sie dazu diesen Artikel in unserer Deutschland-Ausgabe:

https://www.regionalia.de/millionengeschaefte-mit-neuen-friedhofs-konzepten-werden-kommunen-vom-selbst-ernannten-freiburger-friedhofsexperten-weiher-abkassiert_A19528

  (Regionalia:Deutsche Zeitung:Donaueschingen, Artikel-Nr. 19543 ISSN 2698-6949)

Angelegt am 08.07.2026 13:03.

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Amma mit „Strategie-Workshop Friedhof“ für 12.500 Euro am 2.7.2026 in Donauhalle Doanueschingen. (Bild: Werner Semmler)  
   
 

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