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Schwarzwald-Baar
Mittwoch, 10. Juni 2026
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Schon wieder Millionenausgaben in Donaueschingen: Umbau Hindenburgring kostet Stadt 2.038.214,16 Euro!

Stadtrat & Berater Marcus Greiner: Klammheimlicher vermeintlicher Dirigent eines Millionenauftrages in Donaueschingen? (Bild: Stadt Donaueschingen)

Schon wieder gibt die Stadt Donaueschingen Millionen aus. Diesmal für den Umbau des Hindenburgrings. Er soll 2.038.214,16 Euro kosten. In der Sitzung des Gemeinderates vom 12.05.2026 wurde der Umbauauftrag zu diesem satten Bruttoauftragswert an die J. Friedrich Storz Verkehrswegebau GmbH & Co. KG vergeben. Um die hohen Kosten zu bewältigen, mussten 320.000 Euro „überplanmäßig finanziert“ und Umschichtungen im Haushalt vorgenommen werden. Vor der öffentlichen Gemeinderatssitzung fand nach Informationen unserer Zeitung eine Besprechung des Oberbürgermeisters mit den Fraktionssprechern statt, in der diese vermeintlich auf diese teure Vergabe „eingestimmt“ wurden. CDU-Stadtrat Marcus Greiner, Geschäftsführer der Greiner Ingenieure GmbH, war von der Stadtverwaltung – gegen Honorar – mit der Ausschreibung und Überwachung der Umbauarbeiten des Hindenburgrings beauftragt worden. War Marcus Greiner folglich der vermeintliche „Dirigent“ des Millionenauftrages an Storz? 

Die eigentliche Planung des Umbaus am Hindenburgring wurde, wiederum gegen Honorar, von einem anderen Ingenieurbüro erbracht. Bei der Abstimmung vom 12.5.2026 über die Vergabe des lukrativen Millionenauftrages an die Firma Storz konnte Stadtrat Marcus Greiner jedoch selbst nicht mitstimmen, er hatte seine „Befangenheit“ nach § 18 Abs. 2 der Gemeindeordnung angezeigt.

Warum baut der Staat viel teurer als private Bauherren?

Nicht nur weil aus Stuttgart 21 für viele Milliarden „Mehrkosten“ jetzt Stuttgart31 wird, fragen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger, warum der Staat und die Kommunen so schockierend teurer bauen als private Bauherren. Liegt es an ungenauen Ausschreibungen, an heimlich oder planmäßig geduldeten Nachträgen oder an vermeintlicher Korruption? Auch die Beratungshonorare sollten kritisch auf den Prüfstand, denn viele Kommunen leisten sich gegenwärtig gewaltige Beratungskosten für Juristen, Ingenieure, Gutachter, Sachverständige und Prüfer, obwohl sie in ihren sündhaft teuren Verwaltungen selbst anständig bezahlte Juristen, Ingenieure, Prüfer und Sachverständige beschäftigen. Jedes öffentliche Bauvorhaben ist inzwischen mit einem unerträglichen und nicht mehr finanzierbaren „Übermaß“ an Sachverständigen- und Beraterkosten überlastet. Bei Stuttgart21 dürften diese Kosten inzwischen höher sein als die reinen Materialkosten für die Baumasse. Auch in Donaueschingen darf die Frage gestellt werden, welche gewaltigen Summen sind in den vergangenen Jahren für Berater, Juristen, Ingenieure, Gutachter, Sachverständige und fremde Dienstleister ausgegeben worden?

 

  (Regionalia:Deutsche Zeitung:Donaueschingen, Artikel-Nr. 19300 ISSN 2698-6949)

Angelegt am 09.06.2026 11:48.

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